Google-Suche heute · 6 von 7
Ergebnisse prüfen
Dass eine Seite weit oben steht, heißt nicht, dass sie stimmt. Mit ein paar Handgriffen prüfen Sie, ob Sie einer Quelle trauen können.
Anzeigen erkennen
Bezahlte Ergebnisse stehen oft ganz oben und ganz unten auf der Seite und tragen die Kennzeichnung „Gesponsert“. Sie sehen den normalen Treffern sehr ähnlich. Gerade bei Suchen nach Behörden, Hotlines oder Software-Downloads sollten Sie genau hinsehen, denn Betrüger schalten dort gezielt Anzeigen.
„Über dieses Ergebnis“
Neben jedem Treffer finden Sie drei Punkte. Ein Klick darauf öffnet „Über dieses Ergebnis“ und zeigt Ihnen:
- eine Beschreibung der Website, häufig aus Wikipedia,
- was andere Seiten über diese Quelle schreiben,
- warum Google das Ergebnis anzeigt, etwa wegen übereinstimmender Begriffe oder Ihres Standorts,
- ob die Verbindung verschlüsselt ist.
Die SIFT-Methode
Faktenprüfer arbeiten oft nach einer einfachen Methode, die der Forscher Mike Caulfield entwickelt hat. Die vier Buchstaben stehen für vier Schritte:
| Schritt | Was Sie tun |
|---|---|
| Stop: Innehalten | Bevor Sie etwas teilen oder glauben: Kennen Sie die Quelle? Löst die Meldung starke Gefühle aus? Dann besonders vorsichtig sein. |
| Investigate: Quelle untersuchen | Wer steht hinter der Seite? Gibt es ein Impressum? Was schreiben andere über diese Quelle? Öffnen Sie dazu einen neuen Tab, statt auf der Seite selbst zu bleiben. |
| Find: bessere Berichte finden | Berichten seriöse Medien oder offizielle Stellen ebenfalls darüber? Ein Wechsel in den Suchtyp „News“ hilft. |
| Trace: zum Ursprung zurückverfolgen | Woher stammt ein Zitat, eine Zahl oder ein Foto ursprünglich? Ist es vollständig und im richtigen Zusammenhang wiedergegeben? |
Impressum
In Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen geschäftsmäßige Websites angeben, wer für sie verantwortlich ist. Fehlt ein Impressum oder führt es nur zu einem Briefkasten im Ausland, ist Vorsicht geboten.
Faktenchecks
Viele Gerüchte wurden bereits von Fachleuten geprüft. Suchen Sie gezielt nach Faktenchecks:
- Google Fact Check Explorer: durchsucht Faktenchecks aus aller Welt.
- CORRECTIV.Faktencheck und dpa-Faktencheck für Deutschland.
- Mimikama und der APA-Faktencheck für Österreich.
- Oder einfach:
suchbegriff faktencheckin die Google-Suche eingeben.
Fake-Shops erkennen
Ein sehr günstiger Preis, nur Vorkasse als Zahlungsart, eine seltsame Domain und Gütesiegel ohne Link: Das sind typische Warnzeichen. Prüfen Sie unbekannte Shops vor dem Kauf:
- Suche nach
"shopname" erfahrungenoder"shopname" betrug. - Den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale (Deutschland) oder die Watchlist Internet (Österreich) nutzen.
- Echte Gütesiegel wie „Trusted Shops“ lassen sich anklicken und führen zum Zertifikat.